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Griechenland
Urlaub : Insel
Naxos
Naxos
liegt - 103 sm von Piräus entfernt- nahezu im Zentrum
der Inselgruppe. Mit 448 qkm ist Naxos die grösste
und zugleich fruchtbarste Kykladeninsel. Eine Art Wahrzeichen
fuer die Insel ist das marmorne Tor des Apollontempels.
Der Reisende der mit der Fähre oder Segelyacht die
Insel erreicht wird das Monument schon von einigen Seemeilen
aus erkennten. Naxos liegt dann zum greifen nah ;-) Aber
auch der Blick in die andere Richtung hat -wie hier im Sonnenuntergang-
seinen Charme.

Vom
Hafen aus fahren alle 30 Minuten Busse zu den schönsten
Stränden z.B. von Agia Anna und Agios Prokopios. Ideal
ist es mit einem geliehenem Roller, Quad oder Auto, die
Insel zu erkunden. Noch besser sind die Straende nur mit
einer Segelyacht zu erreichen ;-) Aber auch der Hafen selbst
liegt ueberaus Idylisch unterhalb der auf dem Stadthuegel
erbauten Burganlage -dem Kastell der Venezianer- mit seiner
Romantischen inneren Burgstadt. In entspannter Atmosphaere
und Ruhe gilt es mittelalterliche kleine Gassen zu erkunden
und mit etwas Glueck findet man auch wieder aus den Wirren
der Burganlage heraus wenn man nur immer bergab geht ;-)

Auch
mit einer Berühmtheit und damit einem jüngerem
Hauch der Historie wurde Naxos verwoehnt. Nikos Kasantzakis
der spaeter unter anderem "Alexis Sorbas" schrieb
war 1870 der wohl beruehmteste Schüler der Jesuiten
und Kloster Schule von Naxos ;-)
Kasantzakis
Werk und denken laesst sich -wenn sowas ueberhaupt moeglich
sein sollte- am ehesten mit dem Spruch auf seinem Grabstein
zusammen fassen: "Ich
erwarte nichts, ich fuerchte nichts, ich bin frei"
Als
eine der Sehenswuerdigkeiten auf Naxos schlecht hin haben
es die "Kuroi" zu grosser Beruehmtheit gebracht,
wenn
auch zu einer unterkuehlten.
Nie
fertig geworden liegen die Kolosse schon seit der archaischen
Zeit im Staub der Geschichte auf ihrer faulen haut, in diesem
Falle sogar einer aus Marmor.

Zwischen 4,7 Meter und 10,45 sollte bei den Statuen alles
moeglich sein, vollendet wurde keine. Der hier haette jedenfalls
nicht so top gestanden ohne entsprechende "stehhilfe".
Was
Athen billig ist soll Naxos recht sein, so auch was das
Wappentier der Griechen angeht welches sich auch auf Naxos
wohlfuehlt.

Diese
Eule hier war durchaus echt und symbolisierte -um die Mittagszeit
im Schatten- stolz die Weisheit der alten Griechen. Es ist
dieses Weisheit und das besondere Licht das Menschen zu
Philisophen macht. Wenn man die Augen nicht verschliesst
;-)

Wer auf Naxos huebsche Berdoerfer erwartet geht auch hier
nicht fehl ...


Der
Yachthafen ist unterdessen mit einer neuen Marina ausgestattet
die wohl nunmehr einiger massen schwellfrei ist .-. zumindest
in den hinteren Becken. Der alte Stadthafen (Marina) von
Naxos war unter Umstaenden voller Schwell d.h. man musste
im Hafen die Achterleinen grosszuegig lang lassen ;-), sonst
kann man schon mal auf den Steg knallen - wenn man nicht
aufpasst. Das auch nur zur Infos wenn man alte Horrorgeschchten
über den Hafen hoert. Wem der Schwell immer noch zu
arg ist/wird der kann auch unter Anker ins Aussenbecken
und mit dem Schlauchboot uebersetzen.
| Gepraegt
wird das Gesicht der Insel von Wiesen die in kilometerlange
Sandstrände münden, Steilkuesten die schroff
ins Meer schneiden. Die Küste ist im Süden
steil, im Westen windgeschützt und in viele sandige
Buchten gegliedert. |
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Auch im Inland ist Naxos voller Spannung mit rauhen Bergen
neben fruchtbaren Weiten.
Ehemals war Naxos Schauplatz berühmter Sagen der griechischen
Mythologie. In der ältesten Zeit hieß die Insel
von ihrer Gestalt Strongyle (die Abgerundete), auch Dia
und Dionysias und war durch den Mythos von Dionysos berühmt.
Nicht zuletzt sorgte die Oper "Ariadne auf Naxos"
von Richard Strauss fuer eine durchdringen des Namen Naxos
in die Kulturwelt Europas. Ein traurige Geschichte im Grunde
in dessen Verlauf sich Ariadne die dem Gotte Dionysos "zugeschoben"
wurde, aus verzweiflung die Klippen hinunter warf. Liebte
sie doch einen anderen und daran aenderte denn auch der
status Dionysos als Gott des Weines nichts. ... bleibt zu
sagen dass der Griechische Wein zu Zeiten der Götter
keinesfalls mit der edlen Rebe eines Syrahs mithalten konnte.
Die Wegzehrung die dereinsten Odysseus mit sich fuehrte
muss suess, unendlich geharzt und stark gewesen sein. Man
stelle sich einen zuckersuessen Retsina vor der noch einen
schlag von Cherry gehabt haben muss ... bin nicht dabei
gewesen aber man sagt so ...
Jetzt aber wieder zu den serioesen historischen Erkenntnissen.
Die ältesten Bewohner der Insel waren Karer, welche
von den Jonierli verdrängt wurden. Dieselben gründeten
auf Naxos. einen mächtigen Staat, welcher eine Hegemonie
über die Nachbarinseln ausübte. 536 v. Chr. geriet
Naxos in einen Krieg mit Peisistratos von Athen, welcher
es besiegte und Lygdamis, den Führer der oligarchischen
Partei auf Naxos, als Tyrannen einsetzte. Das Athen der
damaligen Zeit liebte noch die Tyranen bevor es eine Art
Demokratie erfand ;-) Es kamen dann die Perserkriege und
letztlich bildete Naxos ein Glied des AttischenSeebundes.
Nachdem Athen den Seebund zu einem Selbstbedienungsladen
fuer die eigene Staatskasse ausbaute verweigerte Naxos konsequenter
Weise die Zahlung. Im Gewirre der ersten "Griechenlandwerdung"
wurde Naxos dann 376
dem neuen Seebund wieder einverleibt, war Naxos zwischenzeitlich
Ägypten Untertan und dann wieder als Zwischespiel Rhodos,
bevor flaechendeckend die Römern Griechenland untejochten..
Im Mittelalter erhielt die Insel den Namen Naxia. Nach Errichtung
des lateinischen Kaisertums in Konstantinopel eroberte sie
1207 der Venezianer MarcoSanudo nebst den andern Kykladen,
und der lateinische Kaiser Heinrich erhob 1210 den Eroberer
zum erblichen Herzog des Archipelagus, der sogen. Dodekanesos,
und Naxos zum Sitz des Herzogtums.
Nach
der vielen Geschichte noch mal kurz zum Aktuellen: Die Insel
ist gross (nunmehr) absolut griechisch und schoen. Bin mit
dem Roller Stunden druebergeduest weil ich dort am Flughafen
(klein) was abholen musste. Shoppen am Hafen ist klasse
die Insel besucht man mehr als einmal!
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