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Die Insel Amorgos

Amorgos koennte man auch mit dem Untertitel versehen. "Wo Bilder mehr sagen als tausend Worte". In aller Kuerze aber dennoch eine kurze schriftliche Liebeserklaerung an diese Insel. So viel Text muss sein ...

Im Suedosten am Rande der Kykladen (ab)gelegen ist Amorgos von Athen aus noch relativ gut zu erreichen und dennoch nicht zu touristisch. Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Amorgos ist das Felsenkloster Chozoviotissa das am besten von Seewaerts zu bestaunen ist und an dessen Besichtigung kein Weg vorbeiführen sollte.
@uli Prinzipienfragen mal ausgenommen

In den Fels gebaut und in einer Felshoehle ruhend haengt das Kloster mehr als 300 Meter ueber dem Wasser. Von der schroffen Felswand ins Meer abzustuerzen erscheint aber nicht halb so wahrscheinlich wie von einem der weitere 400 Meter aufragenden Felsen erschlagen zu werden. Immerhin nutzen Adler -durchaus als treusorgend bekannt- genau solche Spots um ihre Jungen grosszuziehen, so dass die Gefahr wohl eine relative ist.
Weltruhm erlangte das Kloster durch den franzoesischen Film "Im Rausch der Tiefe". Invasionen von Franzosen strömten auf die Insel, gingen aber auch alle zu Glueck wieder. Die Einstellung auf das Kloster im Film ist legendaer, viele Scenen wurden im Dorf Chora gedreht das nicht zuletzt aufgrund seiner phantastischen Lage einen Besuch wert ist. Dazu unten mehr.

Das Anfang des 9. Jahrhunderts um eine Ikone herum gegründet Kloster, wurde zwischenzeitlich von Piraten zerstört und im 11. Jahrhundert wieder aufgebaut. Das Festungskloster gehoert damit -so wie das Kloster von Patmos- zu den Bauwerken der goldenen byzantinisches Aera.
Fuer das mit Nachwuchssorgen geplagte Kloster sind die goldenen Zeiten allerding schon lange vorbei. Die Instandhaltung eines solchen Bauwerkes bedarf grosszuegiger Zuwendungen der Besucher um den Erhalt zu sichern. Die sehr gastfreundlichen Mönchen freuen sich daher über jede Klosterspende auch wenn diese nicht ausdruecklich erwartet wird, Maenner sollten übrigens Lange Hosen tragen, frauen Rocke bis ueber das Knie, sowie einen beaermelten Oberkörper. Bei unserem Besuch wurden -recht urige- Kleidungsstuecke zur kostenlosen Leihe bereitgehalten. Stilecht kann man das Kloster fusslaeufig ab Chora erreichen. In einer Stunde sollte es auch fuer ungeuebte Wanderer machbar sein.

Von Segelyachten Anzulaufen ist der sichere Hafen Katapola in seiner weiten hufeisenfoermigen geschuetzten Bucht auf dem Bild unten. Dort gibt es auch Diesel und Wasser und von dort kann man das Kloster sehr einfach mit dem Bus erreichen. Alternativ geht es auch mit den sehr zu empfehlenden Mietwagen, einfach mal schnell ueber die Insel. ... so wie wir es gemacht haben. Wobei einfach mal schnell der Insel eigentlich nicht gerecht wird. Uneigentlich reicht ein Leben wohl nicht aus um die Kykladen wirklich kennen zu lernen ;-)

Allein der Weg zum Kloster hat es touristisch in sich, so dass ich immer den Mietwagen bevorzugen wuerde um ein paar Zwischenstopps einzulegen, obgleich man die Insel eigentlich erwandern sollte. Sei es drum ob erwandert oder per PKW der Blick von der Serpentinen auf den Hafen ist phantastisch. Bus hoch und zu Fuss runter waere auch noch eine Variante.

Von Katapola aus erreicht man auch "leicht" -in etwas über einer halben Stunde Fussmarsch- die Ausgrabungen der Antiken Stadt Minoa auf dem Berg Mondoulia. Bild oben: links gleichsam den Berg hoch. ;-) Wem Kultur alleine nicht reicht um den "Aufstieg" anzugehen, der sollte sich den Blick von dort oben nicht entgehen lassen.

Auf dem Weg von Katapolo zum Kloster kommt man unweigerlich am Hauptort Chora/Amorgos vorbei. Chora ist um einen Felsen (To Kastro - Die Burg) herum gebaut und wurde durch die Befestigungsanlagen der Venezianer dann im 13ten Jahrhundert tatsaechlich zu einer Art Burg. Anders als in Katapolo scheint in und um Chora die Zeit den Atem angehalten zu haben. Ein Kaffebesuch in den leicht durchwehten Gassen leasst die Zeit tatsaechlich fuehlbar stillstehen, wenn ein angenehmer Hauch warme Meeresluft um die Burg in die Gassen spuelt. Was ich sagen wil ist, HINFAHREN! Nicht umsonst wurde der Ort von Luc Besson als Drehort fuer einen Zeitrueckblick ausgewaehlt. Sogar die Sprache soll hier noch antike Worte beinhalten, die sonst nirgends mehr in Griechenland benutzt werden.

Amorgos 127 km² groß und mit hohen, kahlen Bergen durchzogen bietet auch einige Strände die allerdings nicht mit den sandigen Paradiestrecken z.b. von Milos zu vergleichen sind. Auch der Strand Paradiso nicht.

Erwehnenswert ist noch dass es neben der antiken Städte Minoa auch Arkesine und Ägiale gibt die gut erhalten sind.



 

Sehenswertes:

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Tavernen & Hotels:

In Katapola gibt es entlang des Hafens und auf der gegenueberliegenden Seite einige Tavernen. Die Fischtaverne nahe dem Faehranleger ist unser bisheriger Favorit.
Kleine Hotels und Zimmer gibt es in Katapola, Privatunterkuenfte wohl auch in Chora.
Katapola hat einen ausgezeichneten sehr representativen Baecker.
Ein Teil unserer Segelflottille hat ausgezeichnet im Big Blue gefeiert. Unsd es ist ueberaus spaet geworden, scheint also empfehlenswert 8)


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Historisches:

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